2.1 Der komplette Körper

2.1 Der komplette Körper

der weibliche Körper

So, nun da wir den Kopf, die Frisur und die verschiedenen Facetten der Gesichtausdrücke kennen, widmen wir uns dem größten Teil eines Manga-Charakters, dem kompletten Körper. Doch um die richtigen Proportionen ermitteln zu können, benötigen wir den Kopf, da er maßgeblich für die gesamte Körpergröße ist.

Koerper

 

Mädchen werden im Manga meist mit einer Körpergröße von 6-7 Köpfen gezeichnet. Das soviel bedeutet wie: Der Kopf passt 6-7 mal in den Körper.

Um die richtige Länge des Oberkörpers, der Beine und des Beckens zu zeichnen, benötigen wir ebenfalls die Köpfgröße.
Ich habe hier als Beispiel einen Kopf mit 3 cm länge genommen, denn um den Oberkörper zu zeichnen benötigen wir 1 1/3 Kopflänge. Das heißt: 3 cm und nochmal 1 cm. Im Beispiel durch eine grün Linie  gekennzeichnet. So bleiben 2/3 Kopf übrig (2 cm), den wir für das Becken benötigen. So ergeben Oberkörper und Becken zusammen 2 Kopfgrößen (6 cm).

Damit die Figur symmetrisch aussieht, dürfen Ober- und Unterschenkel nicht zu lang oder zu kurz sein. Auch hierfür lässt sich die Kopfgröße gut nehmen.
Wie man in Beispiel gut sehen kann, beginnen die Beine bei Größe 4 (IV). Anders als beim Oberkörper sind die Oberschenkel 1 1/2  Kopfgrößen (4,5 cm) lang. Wieder durch eine grüne Linie gekennzeichnet. Dann beginnen die Knie, die wiederum schwungvoll in die Waden übergehen. Auch hier gilt wieder 1 1/2 Kopfgrößen für die Waden (4,5 cm). Jetzt ist die Figur fast fertig.

Bei Kopfgröße 7 (VII) gehen die Waden in die Füße über. Die kleinen Kreise an den Unterschenkeln stellen die Knöchel da.
Und wir sehen: Das Grundgerüst der Figur steht. Sie erinnert nun stark an eine Gliederpuppe (siehe Kapitel 5 Material), die sich hervorragend zum Abzeichnen eignet.

 

 

Die nächsten Schritte sind relativ einfach. Das Grundgerüst steht und der Rest lässt sich prima davon ableiten. Denn eine richtige Mangafigur besteht nicht aus Kreisen und Blöcken. Nein! Sie hat schwungvolle und saubere Linien.

Beim weiblichen Charakter kommt nun noch eine Kleinigkeit hinzu. Die Brust ist größer und runder als bei einem männlichen Charakter. 

Koerper

 

 

 

Also beginnen wir und messen eine 1/2 Kopfgröße (1,5 cm) in Bereich 2 (II) ab (Wieder mit einer grünen Linie gekennzeichnet) und zeichnet die Brust ein. Jetzt kann man die Umrisslinie der gesamten Figur mit dem Bleistift nachziehen. (Im Beispiel habe ich einen roten Stift benutzt).

Wer mag, kann nun vorsichtig die Kreise und Blöcke ausradieren. 

 

Koerper

 

 

Nun haben wir also eine weibliche “nackte” Figur.

Ich würde empfehlen immer so vorzugehen, denn, später beim Einzeichnen der Kleidung (Siehe Kapitel 3 Kleidung) ist dies zum Beispiel entscheidend für den Faltenwurf eines Rockes oder eines Kleides.

Selbst beim Hosen zeichnen ist es wichtig, die richtigen Proportionen zu kennen.

 

 

Koerper

 

 

 

Nach ausradieren der Kopfgrößen haben wir hier das hole Gerüst. Als nächstes würden jetzt Augen, Nase, Mund und Haare eingezeichnet werden, wie wir in Kapitel 1 gelernt haben.

 

 

 

 

Koerper dünn

Koerper dünn

 

 

 

Man erkennt auf Anhieb, dass es sich hier um eine sehr schmale, sogar dünne Figur handelt.
Wichtig ist, dass in diesem Fall die Blöcke und Kreise der Grundskizze dementsprechend schmaler gezeichnet werden. Ansonsten gehen wir genauso vor, wie bei der Figur davor.

Linien nachziehen, vorsichtig die Blöcke und Kreise ausradieren und fertig. Fürs Erste! Weiter geht es in Kapitel 3!!!

 

 

 

Koerper dick

Koerper dick

 

 

 

Und nun nocheinmal das Ganze mit einer breiten Figur!
Auch hier ist wieder Wichtig, dass die Blöcke und Kreise der Grundskizze angepasst werden. In diesem Beispiel also breiter. Ansonsten bleibt alles beim Alten.

Nun wieder schön die Linien nachziehen, vorsichtig die Blöcke und Kreise ausradieren und vorläufig fertig.

 

 

Der männliche Körper

Auch bei dem männlichen Körper benötigen wir die Kopfgröße, um die richtigen Proportionen zu ermitteln. Wieder ist er maßgeblich für die gesamte Körpergröße ist.

Koerper

 

 

Jungen werden im Manga meist mit einer Körpergröße von 7-8 Köpfen gezeichnet. Das soviel bedeutet wie: Der Kopf passt 7-8 mal in den Körper.

Ich habe hier im Beispiel wieder einen Kopf mit   3 cm länge genommen, denn um den Oberkörper zu zeichnen benötigen wir 1 1/2 Kopflänge. Das heißt: 3 cm und nochmal 1,5 cm. Im Beispiel durch eine grün Linie  gekennzeichnet. So bleiben 1/2 Kopf übrig (1,5 cm), doch für das Becken benötigen wir 1 Kopflänge. Also teilen wir 4 (IV), hier wieder mit grün eingezeichnet. So ergeben Oberkörper und Becken zusammen 2 Kopfgrößen (7,5 cm).


Wie man in Beispiel gut sehen kann, beginnen die Beine bei Größe 4 (IV). Anders als beim Oberkörper sind die Oberschenkel 2  Kopfgrößen (6 cm) lang. Wieder durch eine grüne Linie gekennzeichnet. Dann beginnen die Knie genau auf Linie 6 (VI), die wiederum schwungvoll in die Waden übergehen. Auch hier gilt wieder 2 Kopfgrößen für die Waden (6 cm). Jetzt ist die Figur fast fertig.

Bei Kopfgröße 8 (VIII) gehen die Waden in die Füße über. Und wieder stehen die kleinen Kreise an den Unterschenkeln für die Knöchel.
Und wir sehen: Das Grundgerüst der Figur steht und unsere Gliederpuppe (siehe Kapitel 5 Material) ist entstanden, die sich hervorragend zum Abzeichnen eignet.

 

Das Grundgerüst steht und der Rest lässt sich mal wieder prima davon ableiten.
Der männliche Charakter ist wesentlich kantiger und eckiger als der des weiblichen Charakters. Daran muss man denken, wenn man die Grundlinien nachzieht.

Koerper

 

 

 

Doch auch was die Brust angehet können wir uns eine kleine Hilfestellung erlauben. Wir messen 2/3 Kopfgröße (5 cm) in Bereich 2 (II) ab (Wieder mit einer grünen Linie gekennzeichnet) und zeichnet die Brust ein. Jetzt kann man die Umrisslinie der gesamten Figur mit dem Bleistift nachziehen. (Im Beispiel habe ich noch einmal einen roten Stift benutzt).

Wer mag, kann nun vorsichtig die Kreise und Blöcke ausradieren.

 

Koerper

 

 

 

Nun haben wir also die männliche “nackte” Variante.

Und auch beim männlichen Charakter empfehlen ich so vorzugehen, denn, später beim Einzeichnen der Kleidung (Siehe Kapitel 3 Kleidung) ist dies entscheidend für den Faltenwurf der Hose.

 

 

Koerper

 

 

 

 

Nach ausradieren der Kopfgrößen haben wir hier das hole Gerüst. Als nächstes würden jetzt Augen, Nase, Mund und Haare eingezeichnet werden, wie wir in Kapitel 1 gelernt haben.

 

 

 

Auch nicht alle Männer oder Jungs sehen gleich aus (wäre ja auch zu langweilig)! Einige sind muskulöser, andere dünn oder dick und meinen sie wären muskulös :) und und und.
Haben wir das Grundgerüst und die Kopfgrößen im Hinterkopf, wenn wir uns den anderen Charakteren widmen, klappt das zeichnen problemlos. Natürlich benötigt man für alles Übung.

Koerper dünn

 

Koerper dünn

 

 

 

Man erkennt auf Anhieb, dass es sich hier um eine sehr dünne Figur handelt.
Wichtig ist,  die Blöcke und Kreise der Grundskizze dementsprechend enger zu zeichnen. Ansonsten gehen wir genauso vor, wie bei der Figur davor.

Linien nachziehen, vorsichtig die Blöcke und Kreise ausradieren und fertig. Fürs Erste! Weiter geht es in Kapitel 3!!!

 

 

 

Koerper dick

Koerper dick

 

 

 

 

Und nun noch einmal eine breite Figur!
Auch hier wieder auf die Blöcke und Kreise der Grundskizze achten. Ansonsten bleibt alles beim Alten.

Nun wieder schön die Linien nachziehen, vorsichtig die Blöcke und Kreise ausradieren und: Vorläufig fertig.

 

 

Uhuhu jetzt geht es ja richtig um die "Wurst"! Weiter zu 2.2 Der Oberkörper

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